2020 nervt! Oder?

Liegen Ihre Nerven blank, oder sind Sie ganz entspannt? Welchen Eindruck haben Sie von diesem außergewöhnlichen Jahr 2020? Was ärgert und nervt Sie? Wovon sind Sie verunsichert? Und was gibt Ihnen Kraft und Zuversicht für die kommende Zeit?

Über diese und weitere Fragen möchten wir das Gespräch anregen. Schreiben Sie uns Ihre Eindrücke zu "2020 nervt! Oder?" an pinnwand(at)kirchewolfsburg.de

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Manchmal nervt es mich, manchmal macht es mich nachdenklich und ganz oft berührt es mich! Wenn ich an die Einschränkungen am Anfang der Pandemie denke, war ich schon manches Mal genervt. Irgendwie war ja alles lahmgelegt...Familie, Freunde, Kultur und Reisen ging nicht mehr in dem Maße wie wir es gewohnt sind. Vieles hat mich in der Zeit aber auch zum Nachdenken gebracht. Plötzlich wurde an vielen Stellen klar, was wichtig und besonders ist. Das ist für mich in erster Linie die Familie, aber auch die persönlichen Gespräche und Begegnungen mit anderen, die Freiheit zu reisen und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Berührt hat mich, wie plötzlich Verbindungen entstanden, die es vorher nicht so gab: Junge Menschen, die für Senioren einkaufen gehen, Telefonanrufe bei alten Bekannten, Menschen aus der Nachbarschaft, die sich mit Plakaten bei Verkäufern, Pflegekräften und Ärzten bedanken. Aus diesem Grund will ich 2020 nicht nur doof finden, sondern hoffe, es bleibt ein Stück der positiven Begleiterscheinungen!

von N.B.


Ja, manchmal nervt es schon!
Wir alle leben zurzeit in einer Ausnahmesituation. Nichts ist mehr so, wie es gewesen ist. Vielen Einschränkungen und auch Beschränkungen sind wir unterworfen. Eine große Verunsicherung ist eingetreten. Die vielen Kriege rings um uns herum, die Flüchtlingskrise und vieles andere, wir nehmen das schon gar nicht mehr wahr. War es zunächst der „Klimawandel“ mit der Bewegung „Friday for Future“, ist es jetzt ein kleines Virus mit dem Namen Covid 19. Dieses Virus hält die ganze Welt in Atem. Die täglichen Infektionszahlen mag man nicht mehr hören. Die vielen Erkrankten, die bereits Verstorbenen, all das bewegt uns.
Ärgerlich, die Unvernunft und Gleichgültigkeit mancher Menschen. Nicht nur der jungen Generation. Wie lange uns diese Ereignisse beschäftigen werden? Wir wissen es nicht. Natürlich hoffen wir alle, nicht nur ich, dass wir möglichst gesund bleiben und die Erkrankten dieses überstehen und gesund werden.
Was mir Mut macht, die Familie steht zusammen und kümmert sich. Besonders in meiner augenblicklichen Situation ist das sehr positiv. Natürlich hilft auch „Gottvertrauen“, ohne Zweifel.

Annette von Droste – Hülshoff beschreibt es hervorragend.

Ich bitte nicht um Glück auf Erden;
nur um ein Leuchten dann und wann.
Das sichtbar Deine Hände werden,
ich Deine Liebe ahnen kann.
Nur in des Lebens Kümmernissen
um der Ergebung Gnaden Gruß;
dann wirst Du schon am besten wissen,
wie viel ich tragen kann und muss.


(Annette von Droste-Hülshoff, Deutsche Schriftstellerin, 1797 - 1847)

von C.B.

Was mich wirklich nervt: Es ist so anstrengend geworden, Pläne zu machen. Und dass aus dem Wörtchen „Wenn…“ inzwischen einfach oft ein „falls…“ wird. Außerdem ermüden mich all diese Diskussionen übers Maskentragen.
Andererseits gibt es aber auch plötzlich viel Freiraum, um neue Dinge auszuprobieren, wo das bisher nicht möglich schien. Das ist auch ziemlich cool…

von P.H.

NERVIG:
Distanz wahren in Freundschaft und Großfamilie;
Die Trennung der Generationen;
Unendliche Regeln.

MERKWÜRDIG:
Die latente Unsicherheit durch eine vielfach noch unklare Bedrohung erfahren;
Sich als Gesellschaft in fortlaufendem "Versuchsmodus" zu erleben.

WERTVOLL:
Neu nachdenken und erleben von Nähe und Distanz;
Viel Kreativität zu erleben und darin gefordert zu sein;
Altes reflektieren und neu beleben;
Tun, was geht.

von B.B.