Sehr geehrte Damen und Herren,

Vor allem danken wir Ihnen und allen Wohltätern für die Hilfe und Unterstützung, für das Gebet und die Solidarität.

Die Lage in Charkiw ist weiterhin äußerst schwierig. Die Stadt liegt nur 20 km von der Frontlinie entfernt. Die Drohnen, ganz zu schweigen die Raketen, kommen ungehindert in die Stadt geflogen und zerstören Häuser und Infrastruktur. Sie lassen die Menschen ohne Strom und Heizung.

Bei Kälte −24 Grad wurde unsere Stadt, wie die meisten Städte in der Ukraine, einem massiven Angriff ausgesetzt, der Heizkraftwerke, elektrische Umspannwerke, Gasverteilungszentren und Wärmekraftwerke zum Ziel hatte und sie jeglicher Wärmequelle beraubte.

Manche Heizkraftwerke sind so stark zerstört, dass ihr Wiederaufbau ein Jahr oder länger dauern wird. Man musste das Wasser aus den Heizungsanlagen von mehr als 800 Hochhäusern ablassen, um das Einfrieren von Rohren und Heizkörpern zu verhindern.

In vielen Häusern erreicht die Temperatur kaum 5–7 Grad. In den meisten Häusern gibt es nur vier Stunden am Tag Strom. Es gab schon Fälle, dass die Menschen in ihren Häusern erfroren sind.

In Charkiw leben zurzeit viele Binnenvertriebene und es kommen auch immer wieder neue Menschen dazu. Die Zahl der Binnenvertriebenen ändert sich ständig, weil einige kommen und bleiben in der Stadt, andere suchen sich weitere Unterkunft.

Zurzeit sind in Charkiw über 500.000 Menschen Binnenvertriebene, weil ihre Dörfer und Städte im Kriegsgebiet liegen. Diese Menschen haben alles verloren, was sie sich im Laufe ihres Lebens aufgebaut haben.

Viele kommen zu uns, um etwas Warmes zu essen, Tee zu trinken oder sich einfach nur aufzuwärmen.

Es besteht auch Bedarf an Medikamenten, da viele Menschen sich aufgrund der niedrigen Temperaturen erkältet haben.

Wir versuchen, diesen Menschen so gut wie möglich zu helfen, indem wir warmes Essen, Medikamente, Decken und warme Kleidung, warme Schuhe und Heizgeräte verteilen.

An unseren 63 Zufluchtsorten, die sich über unsere gesamte Diözese erstrecken, können sich die Menschen aufwärmen, ihre Handys aufladen, um mit ihren Familien in Kontakt zu bleiben.

Es besteht auch für die Menschen eine Möglichkeit, an diesen Zufluchtsorten zu schlafen, etwas Warmes zu essen und zu trinken, die Kleidung zu waschen und zu duschen.

Kinder, ältere Menschen und insbesondere bettlägerige Personen leiden am meisten. Die Lage ist weiterhin mehr als kritisch, und der Bedarf übersteigt unsere Möglichkeiten.

Russland beschießt zunehmend zivile und kritische Einrichtungen. Durch Drohnen, insbesondere solche mit Glasfaserkabeln, ist es für die Menschen nicht immer möglich, in die Stadt zu kommen und Hilfe zu erreichen, weil der Feind alles tötet, was sich bewegt.

Wir danken Ihnen sehr, dass Sie uns nicht im Stich lassen.

Mit freundlichen Grüßen
P. Wojciech Stasiewicz
Direktor Caritas Spes Charkiw

Jede Spende – auch ein kleiner Betrag – hilft, Menschen in Charkiw in dieser schweren Lage mit dem Nötigsten zu versorgen. Deshalb haben wir ein Spendenkonto für die Caritas Spes Charkiw eingerichtet:

Kontoinhaber Kath.Kirchengemeinde
IBAN DE10 2699 1066 0858 0800 05
BIC GENODEF1WOB
Verwendungszweck Caritas Spes Charkiw

Spendekonto Caritas Spes Charkiw